Karlsruhe, Künstler und ein Kirchturm

Die Ausstellungshighlights 2015 in den Städten des Südens

STUTTGART, 24. März 2015 – Mit rund 1300 Museen bietet Baden-Württemberg kulturell Interessierten eine unvergleichliche Fülle an Sammlungen und Ausstellungshäusern. Von Kunstmuseum bis Kuriositätenkabinett, von Automobil bis Zeppelin – zwischen Kurpfalz und Bodensee lädt zu fast jedem Thema ein passendes Museum ein. Zahlreiche Sonderausstellungen locken 2015 vor allem in die Städte des Südens. Das Themenspektrum reicht von Architektur bis Malerei und von der Gotik bis zur Kunst der Gegenwart. Neun ausgewählte Ausstellungshighlights in den kreisfreien Städten Baden-Württembergs stellt die folgende

                                                          Übersicht vor.

 

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  Baden-Baden: Reliefs des Lichtkünstlers Heinz Mack

Seit über zehn Jahren prägt ein spektakulärer Museumsbau des New Yorker Stararchitekten Richard Meier inmitten der Lichtentaler Allee die Kurstadt Baden-Baden. Neben Werken aus dem Besitz des Sammlers Frieder Burda machen regelmäßige Sonderausstellungen das Privatmuseum zu einer Anlaufstelle für ein internationales Kulturpublikum. Die große Sommerausstellung rückt in diesem Jahr den Lichtkünstler Heinz Mack (geb. 1931) in den Mittelpunkt. Der Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO setzt sich in seinem Schaffen mit den unterschiedlichsten Facetten und Erscheinungsformen von Licht auseinander. Die Ausstellung konzentriert sich auf die Werkgruppe der Reliefs, in denen der Künstler seit den 1950er Jahren mit verschiedenen Materialien und der vielfachen Wirkung des Lichts experimentierte.

 

„Heinz Mack. Licht Schatten“

 Museum Frieder Burda

 16. Mai bis 20. September 2015

 www.museum-frieder-burda.de

 

 

Freiburg: Zum Geburtstag 30 Werke der Moderne

 Das Museum für Neue Kunst in Freiburg feiert 2015 sein 30-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass widmet es sich im Rahmen einer Sonderausstellung dem Ausgangspunkt der Sammlung – den Werken der Klassischen Moderne. Fachleute unterschiedlicher Disziplinen wurden eingeladen, 30 prominente Arbeiten zu reflektieren und zu kommentieren. Daraus entstanden sind Essays, Gedichte, Kurzgeschichten, Videoarbeiten, Raum- und Soundinstallationen. Sie geben Denkanstöße und regen in der Ausstellung dazu an, den gezeigten Werken aus einem neuen Blickwinkel zu begegnen. Zu den vorgestellten Künstlern gehören namhafte Vertreter der Klassischen Moderne wie Otto Dix, Max Pechstein oder Paula Modersohn-Becker.

 

„30+30 retro/perspektiv. Dix, Macke, Oppenheim & Co.“

 Museum für Neue Kunst

 14. März bis 7. Juni 2015

 www.freiburg.de/museen

 

 

Heidelberg: Stillleben von Andy Warhol bis Ai Weiwei

 Eines der ältesten Themen der Kunstgeschichte rückt ab Herbst im Kurpfälzischen Museum der Stadt Heidelberg in den Mittelpunkt: das Stillleben. Gezeigt werden rund 100 Kunstwerke aus den Sammlungen des Museums, ergänzt durch herausragende Leihgaben – darunter Arbeiten von Ai Weiwei, Georg Baselitz und Andy Warhol. Durch die Gegenüberstellung vergleichbarer Bildmotive und -inszenierungen aus fast fünf Jahrhunderten erschließen sich dem Betrachter zum Teil kuriose und ungeahnte Parallelen und Unterschiede in den Werken der Künstler.

 

„Reife Früchte – junges Gemüse. Stillleben im Dialog“

Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg

18. Oktober 2015 bis 31. Januar 2016

 www.museum-heidelberg.de

 

 

Heilbronn: Installationen des Turner-Preisträgers Martin Creed

 Mit dem Bau der Kunsthalle Vogelmann gewann Heilbronn 2010 eine international renommierte Ausstellungshalle hinzu. Der Kubus des Zürcher Architekten Felipe Rodriguez dient nicht nur als städtebaulicher Blickfang, sondern bietet Raum für großzügige Präsentationen. Ab Juni ziehen die Installationen des schottischen Künstlers Martin Creed in die Kunsthalle und in die Räume des Kunstvereins Heilbronn ein. Der in London lebende Martin Creed hat sich in seiner Arbeit auf kein Medium festgelegt, produziert Videos, Malerei, Skulpturen oder Arbeiten aus Neon. 2001 wurde er mit dem bedeutenden Turner-Prize ausgezeichnet. Die Ausstellung in Heilbronn ist die erste umfassende Präsentation seiner Arbeiten in Deutschland.

 

„Martin Creed“

 Kunsthalle Vogelmann und Kunstverein Heilbronn

 27. Juni bis 20. September 2015

 www.museen-heilbronn.de

 

 

Karlsruhe: 300 Jahre Stadtgeschichte

 Einen Schwerpunkt des Kulturjahres in Baden-Württemberg bilden die Feierlichkeiten rund um den 300. Stadtgeburtstag Karlsruhes. Die barocke Stadtgründung fasziniert bis heute mit der fächerartigen Anordnung ihres Grundrisses. An die Gründung vor 300 Jahren unter Markgraf Karl Wilhelm erinnern neben zahlreichen Veranstaltungen und Kunstprojekten auch zwei Große Landesausstellungen. Das Badische Landesmuseum rückt die schillernde Person des Stadtgründers in den Fokus. Die Staatliche Kunsthalle widmet sich der Meister-Sammlerin Karoline Luise von Baden. Ihre bedeutende Kunstsammlung mit Werken des 17. und 18. Jahrhunderts hat sich zum größten Teil in der Kunsthalle erhalten. Den Sprung in die Gegenwart und zur Kunst im digitalen Zeitalter realisiert ab Mitte Juni das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) mit dem Ausstellungsprojekt „Globale“.

 

„Karl Wilhelm 1679-1738“

 Badisches Landesmuseum Karlsruhe

 9. Mai bis 18. Oktober 2015

 

„Die Meister-Sammlerin Karoline Luise von Baden“

 Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

 30. Mai bis 6. September 2015

 

www.ka300.de

 

 

Mannheim: Der doppelte Kirchner

 Die Kunsthalle Mannheim zählt seit ihrer Gründung im Jahr 1909 zu den modernen Museen Deutschlands, die aktuelle Kunstströmungen nicht nur ausstellen, sondern auch in ihre Sammlung integrieren. Seit über 100 Jahren konnte so eine bürgerliche Sammlung von Weltniveau mit Werken von Edouard Manet bis Olafur Eliasson zusammengetragen werden. Mit der aktuellen Sonderausstellung „Der doppelte Kirchner. Die zwei Seiten der Leinwand“ widmet sie sich erstmalig dem Phänomen der Rückseitenbilder im Schaffen des wohl bekanntesten deutschen Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner. Zahlreiche seiner Gemälde weisen auf den Rückseiten eigenständige Arbeiten auf, die Rückschlüsse auf das Werk ermöglichen.

 

„Der doppelte Kirchner. Die zwei Seiten der Leinwand“

 Kunsthalle Mannheim

 Bis 31. Mai 2015

 www.kunsthalle-mannheim.de

 

 

Pforzheim: Schmuck aus den Zentren der Welt

 Die lange Tradition der Uhren- und Schmuckherstellung brachte Pforzheim den Beinamen „Goldstadt“ ein. Bis heute werden hier rund 75 Prozent der deutschen Schmuckwaren produziert. Diesem besonderen Umstand verdankt die Stadt ihr weltweit einzigartiges Museum zur Geschichte des Schmucks. Ab Juli widmet sich eine Sonderausstellung dem Thema Schmuck aus den Metropolen der Welt. Jede urbane Gesellschaft bringt ihre eigenen, zeittypischen Schmuckerzeugnisse hervor. Mode, Zeitgeist und Lebensgefühl spiegeln sich darin. Von den Stadtstaaten der Antike über die Handelsstädte der Neuzeit bis zu den Megastädten unserer Tage spannt die Ausstellung einen weiten historischen Bogen.

 

„Stadtluft – Schmuck aus den Zentren der Welt“

 Schmuckmuseum Pforzheim

 10. Juli bis 31. November 2015

 www.schmuckmuseum.de

 

 

Stuttgart: Rhythmus, Jazz und Kunst

 Seit zehn Jahren prägt der Glaskubus des Kunstmuseums Stuttgart den Schlossplatz und das Stadtbild der Landeshauptstadt. Im Jubiläumsjahr rückt das Museum die vielfältigen Zusammenhänge und Wechselwirkungen von bildender Kunst und Jazz in den Fokus. Seit etwa 1920 breitete sich der Jazz als vermutlich erstes Pop-Phänomen in den USA und Europa aus und begeisterte von Beginn an Künstler und Intellektuelle. Charakter und Rhythmus der neuen Musikrichtung fanden unmittelbar Eingang in die bildende Kunst, wurden von Malern aufgegriffen und inspirieren bis heute Installationen und Videos der Gegenwartskunst. Neben der Präsentation ausgewählter Werke von Künstlern wie Otto Dix, Jackson Pollock oder Andy Warhol bringt die Ausstellung auch akustisch die Räume des Kunstmuseums zum Schwingen.

 

„I got Rhythm. Kunst und Jazz seit 1920“

 Kunstmuseum Stuttgart

 10. Oktober 2015 bis 6. März 2016

 www.kunstmuseum-stuttgart.de

 

 

Ulm: Der höchste Kirchturm der Welt wird 125

 2015 jährt sich die Fertigstellung des Ulmer Münsters zum 125. Mal. Seit man im Jahr 1890 dem Turm des Münsters in 161,53 Metern Höhe die Spitze aufsetzte, besitzt der Bau den höchsten Kirchturm der Welt. Gleich nebenan steht mit Richard Meiers Ulmer Stadthaus eine weitere Ikone der Architekturgeschichte. Hier zeigt im Jubiläumsjahr eine Ausstellung Sequenzen aus Geschichte und Gegenwart des Ulmer Münsters und seines berühmten Turms. Einen Höhepunkt der Ausstellung bildet die Vorstellung der aktuellen Münsterturmprojekte mit weiteren Beiträgen, die aus einem internationalen Kunstwettbewerb resultieren. Namhafte Künstler wie Rebecca Horn, Alfredo Jaar oder Olaf Metzel setzen sich darin mit der Architektur, Identität und Transzendenz des Münsterturms auseinander.

 

„Aus Sehnsucht wird Weitblick. Die Jubeljahre des Ulmer Münsters 1877-2015“

 Stadthaus Ulm

 Bis 31. Dezember 2015

 http://ulm125.de

 

 

Über die „Sterne des Südens“:

 Der Marketingkreis Städtetourismus wurde im Jahr 1999 durch die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) initiiert. Über den „Städtekreis“ vermarkten sich die neun kreisfreien Städte Baden-Baden, Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Mannheim, Pforzheim, Stuttgart und Ulm als „Sterne des Südens“.

 

www.die-sterne-des-suedens.de

 

 

Hinweise für die Redaktionen:

 Bildmaterial zu ausgewählten Ausstellungshighlights und zur Verwendung im Zusammenhang mit einer redaktionellen Berichterstattung steht unter folgendem Link zum Download zur Verfügung:

 

www.tourismus-bw.de/Media/Presse/Pressemitteilungen/Karlsruhe-Kuenstler-und-ein-Kirchturm

 

PM_Karlsruhe Künstler und ein Kirchturm.
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Für weitere Informationen (Medien)

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