Kuélap: Mit der Seilbahn zur Festung der Nebelkrieger

Kuélap, die Festung der Chachapoyas im Norden Perus, soll bald weiteren Touristen zugänglich gemacht werden. Dafür sorgen wird eine neue Seilbahn, welche die Besucher in nur 20 Minuten von Nuevo Tingo auf 1‘811 Metern zum Ziel auf rund 3‘000 Metern bringt. Diese steht kurz vor der Fertigstellung.

 

Kuélap, einstige Heimat der Prä-Inka-Hochkultur der Chachapoyas ( „Nebelkrieger“), thront auf über 3‘000 Metern über Meer auf einem Bergrücken in Nordperu. Die Festung wurde zwischen 800 und 1’300 n. Chr. gebaut und konnte bis zu 2’000 Menschen beherbergen. Aktuell noch ein versteckter Kulturschatz des Landes, ist die Anlage bisher kaum erforscht. Entsprechend besuchten auch wenig Touristen die bedeutende Stätte. Archäologen vergleichen die Überreste der kolossalen Festung von Kuélap mit der berühmten Inka-Stadt Machu Picchu, welche sich im Süden von Peru befindet.

 

Im August 2015 wurde in Nuevo Tingo am Utcubamba Fluss in der Provinz Luya (Bezirk Amazonas) der Grundstein für eine Seilbahn nach Kuélap gelegt. Die Fertigstellung des anspruchsvollen Projektes wird für Oktober dieses Jahres erwartet. Mit der Inbetriebnahme dieser hochmodernen Seilbahn versprechen sich die Tourismusverantwortlichen von Peru grosse Wachstumszahlen in der vom Fremdenverkehr bisher weniger entwickelten Nordregion des Landes.

 

Nebst einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung des Tourismus im Bezirk Amazonas verspricht sich Peru von der Seilbahn einerseits wachsende Besucherzahlen für die Festung Kuélap, aber auch für die ganze Nordregion des Landes. In einem grösseren Radius hat es viele weitere Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise das Mumienmuseum in Leymebamba, die 771 Meter hohen Gocta-Wasserfälle (vierthöchste Fälle der Welt) oder den Tempel des letzten Inka-Königs Atahualpa in Cajamarca. 2014 besuchten rund 30‘000 Menschen die Prä-Inka-Stätte der Nebelkrieger. Mit der neuen Bahn wird ein Anstieg der Kuélap-Besucher in den kommenden zehn Jahren erwartet.

 

Die Seilbahn, der Investitionen in Höhe von US$ 21.0 Millionen zugrunde liegen, wird die Besucher mit insgesamt 26 Kabinen für je acht Personen in nur 20 Minuten ans Ziel bringen und 320 direkte Arbeitsplätze generieren. Vom Startpunkt Nuevo Tingo aus überwindet die Seilbahn eine Höhe von ca. 1‘189 Metern sowie eine Strecke von vier Kilometern bis zum Ziel. Von dort hat der Besucher eine atemberaubende Rundumsicht über die Anden.

 

Die Festung:

Die Festung Kuélap gilt als touristisches und archäologisches Aushängeschild des peruanischen Nordens und wurde 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Von 500 bis 1450 n. Chr. war sie politisches, religiöses, militärisches und administratives Zentrum der Chachapoya-Kultur. Die gesamte Zitadelle ist von einer Mauer mit einem Durchmesser von 1‘900 Metern umgeben. Es gibt drei Eingänge: zwei an der östlichen und einen an der westlichen Seite. Diese weisen eine interessante Besonderheit auf: Sie werden zur Zitadelle hin immer schmäler, sodass nur eine Person hindurchpasst. Der Innenbereich der Zitadelle ist in zwei Bereiche unterteilt. Einer davon ist die Unterstadt, Pueblo Bajo. Dort befinden sich wichtige Gebäude wie der für Zeremonien genutzte Tintero (zu Deutsch: Tintenfass) sowie Wände, die mit Rauten und Zick-Zack-Linien verziert sind. Der zweite Bereich ist die Oberstadt, Pueblo Alto, mit der Burg und dem 584 Meter hohen und 110 Meter breiten Wachturm Torreón Norte, der von Süden nach Norden elliptisch geformt ist.

 

Medienmitteilung Peru Kuélap Seilbahn DE
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