Peru: Mit der Seilbahn in die Festung

Die ehemalige Festung Kuelap in den nordperuanischen Anden gilt als bedeutende und vielbesuchte Sehenswürdigkeit des Landes – obschon der Weg auf den 3000 Meter über Meer gelegenen Bergrücken bislang beschwerlich war. Vor kurzem nun wurde unter Beisein von Staatspräsident Pedro Pablo Kuczynski und Eduardo Ferreyros, Minister für Aussenhandel und Tourismus, eine Seilbahn-Anlage auf die historische Stätte eröffnet. Rund zwei Jahre dauerte die Bauzeit, investiert wurden 71 Millionen US-Dollar.

 

Das Ziel des gross dimensionierten Seilbahn-Systems ist klar: Geplant ist eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus in der Amazonas-Region Perus. Das Ministerium für Aussenhandel und Tourismus (MINCETUR) investierte denn auch nicht weniger als 71 Millionen US-Dollar in das ambitiöse Bauwerk. Geschaffen wurde die erste derartige Anlage im Andenland. Realisiert wurde das Projekt durch die Regierungsstelle „Plan Copesco Nacional” in Form eines Public Private Partnership (PPP).

 

Im Beisein von Staatspräsident Pedro Pablo Kuczynski betonte Tourismusminister Eduardo Ferreyros die Bedeutung des Projektes. Die Seilbahn mache die Besichtigung einer der wichtigsten archäologischen Stätten des Landes einfacher und effizienter. Und: „Damit wird das Kuelap-Seilbahn-System der touristischen Entwicklung im Bezirk Amazonas neue Impulse und neuen Schub verleihen“, verdeutlichte Ferreyros. Dies und die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze werde einen wesentlichen Beitrag leisten zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der ganzen Region. Für den Politiker ist klar: „Die Seilbahn wird einer Diversifizierung im nationalen Tourismus förderlich sein.“

 

Massiv höhere Besucherzahlen erwartet

Im Jahr 2016 wurden in der Festung Kuelap über 56‘000 Besucher verzeichnet, rund 11'000 Gäste kamen aus dem Ausland. „Wir sind überzeugt, mit der Kuelap-Seilbahn in zehn Jahren eine Steigerung der Besucherzahl der Festung und anderer Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von gegen 90 Prozent zu erreichen", bekräftigte Minister Ferreyros. Nicht zuletzt mit diesem Ziel vor Augen erteilte die zuständige Behörde den Seilbahnbetreibern eine Betriebskonzession über 20 Jahre.

 

Meisterwerk der Technik

Im Rahmen der Einweihungsfeier wurde auf die zum Einsatz gebrachte neue Seilbahntechnologie verwiesen. So verfügt jede Gondel über Sonnenkollektoren zur Speisung des Kommunikationssystems. Entlang der ganzen Strecke wurden Sensoren zur Messung der Windgeschwindigkeit installiert. Das Trägersystem besteht aus 23 Masten. Über die gesamte Strecke wurde ein Hightech-Kabel mit einer Länge von 8‘200 Metern gespannt. Die Fahrgeschwindigkeit beträgt 6 Meter pro Sekunde.

 

Vor dem Bau der Seilbahn dauerte die rund 32 Kilometer lange Anreise mit dem Auto ab Nuevo Tingo (in der Provinz Luya) über 90 Minuten. Die Seilbahn legt die vier Kilometer lange Strecke jetzt in nurmehr 20 Minuten zurück. In einer ersten Phase werden 26 Achter-Gondeln eingesetzt.

 

Das Kuelap-Seilbahn-System auf einen Blick

  • Die Talstation: Nur fünf Minuten von der Stadt Nuevo Tingo entfernt, verfügt dieser Komplex über zwei Ebenen für den Empfang. Zur Infrastruktur gehören weiter ein Behindertenlift, eine Cafeteria, ein Souvenir-Shop, ein Mehrzweckraum, der Bus-Parkplatz sowie Verwaltungs- und Servicebüros.
  • Ausstiegsplattform: Das Gebäude besteht aus einem Bereich für die Verwaltungseinheiten und Systemsteuerungen und einem Garagenbereich für die 26 Gondeln sowie einer Terrasse für den Ein- und Ausstieg. Zum Gebäudekomplex gehört auch das Motorenhaus mit dem elektromechanischen Antriebssystem der Seilbahn.
  • Einstiegsplattform: Sie besteht aus einem Verwaltungs- und Kontrollgebäude, einer Terrasse zum Be- und Entladen sowie verschiedenen Fahrzeugrampen. Untergebracht ist hier eine weitere elektromechanische Systemsteuerung.

 

Medienmitteilung Einweihung Kuelap DE
20170315 - MI Peru - Einweihung Kuelap_D
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Fotos Kuelap
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