Peru: Arbeitsplätze dank Tourismus für den Norden des Landes

Der Andenstaat Peru will seinen touristischen Norden weiter ankurbeln. Eine neue Seilbahn, welche die Besucher schneller zur Festung Kuelap – der “Schwester” Machu Picchus im Norden des Landes – bringt, soll massgeblich mithelfen, die touristische Entwicklung rund um die Stadt Chachapoyas zu fördern.

 

Peru hat unzählige Attraktionen zu bieten, Machu Picchu ist nur eine davon. Jedes Jahr zieht es mehr Touristen in das südamerikanische Land – auch aus der Schweiz. Die Tourismusbehörden gehen davon aus, dass in diesem Jahr über vier Millionen ausländische Touristen den Andenstaat besuchen und somit der Rekord des vergangenen Jahres (rund 3,75 Millionen Besucher) übertroffen werden wird.

 

Die ehemalige Festung Kuelap in den nordperuanischen Anden gilt als bedeutende und vielbesuchte Sehenswürdigkeit des Landes – obschon der Weg auf den 3‘000 Meter über Meer gelegenen Bergrücken bislang beschwerlich war. Kürzlich wurde unter Anwesenheit des peruanischen Präsidenten Pablo Kuczynski und des Tourismusministers Eduardo Ferreyros die neue Seilbahn nach Kuelap feierlich eingeweiht und dem öffentlichen Betrieb übergeben. Der schnellere und einfachere Zugang zur archäologischen Stätte soll den Tourismus in der Region Amazonas ankurbeln.

 

Dieser ersten Seilbahn Perus liegen Investitionen in Höhe von rund USD 20 Millionen (umgerechnet 65 Millionen peruanische Soles) sowie eine Bauzeit von rund zwei Jahren zugrunde, sie komplettiert nicht nur die Reiseroute in Nordperu und fördert die touristische Entwicklung der Region, sondern hat durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze auch positive Auswirkungen auf den sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt der Bewohner der Stadt Chachapoyas samt Umgebung.

 

1843 durch einen Richter aus Chachapoyas entdeckt, weckte die Bergfestung international Interesse unter Forschern, auch unter Schweizern. Namentlich der Geologe Arthur Werthermann sowie der Anthropologe Adolph Bandelier trugen 1892/93 massgeblich zur Erforschung und Bekanntheit der „Stadt der Wolkenmenschen“ bei.

 

Vormals war eine über 90-minütige Autofahrt notwendig, um die 32 Kilometer von Nuevo Tingo am Utcubamba-Fluss (in der Provinz Luya) bis nach Kuelap zu überwinden. Die Fahrt mit der Seilbahn hingegen dauert lediglich noch rund 22 Minuten. 26 Kabinen mit einer Kapazität von jeweils acht Passagieren bedienen die Strecke von vier Kilometern bis zur Festung, die auf 3‘000 Metern über Meer liegt. Für die Seilbahn wurde die neueste Technologie verwendet, jede Kabine verfügt beispielsweise über ein Kommunikationssystem, welches von Solarpanels gespeist wird sowie Sensoren zur Messung der Windgeschwindigkeit. Die Unterkonstruktion besteht aus 23 Pfeilern und einem Hochgeschwindigkeitskabel mit einer Länge von 8‘200 Metern. Die Durchschnittsgeschwindigkeit während der Fahrt beträgt 6 Meter pro Sekunde.

 

2017 werden über vier Millionen Touristen erwartet

Peru verspricht sich von der Seilbahn nicht nur wachsende Besucherzahlen für die Festung, sondern eine langfristige und nachhaltige Entwicklung des Tourismus in der Region Amazonas. Insgesamt wird ein Anstieg der Besucher in Kuelap auf 435‘000 Personen in den kommenden zehn Jahren erwartet. 2016 besuchten über 56‘000 Menschen die Prä-Inka-Stätte im Nebelwald, bereits 54% mehr als noch im Vorjahr. Rund 10‘600 dieser Besucher reisten aus dem Ausland an. Kuélap soll laut den Tourismusbehörden das „zweite Machu Picchu“ werden.

 

Eine ähnliche Seilbahn ist ebenfalls für Choquequirao, eine Inkastadt im Süden Perus, geplant. Wegen der Ähnlichkeit in Aufbau und Architektur wird sie auch die “Schwester Machu Picchus” genannt, für einen Besuch ist aktuell noch eine anspruchsvolle Wanderung von rund vier Tagen erforderlich.

 

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