Kappadokien: Im Land der „Feenkamine“

Im Südosten der anatolischen Hochebene liegt Kappadokien, das wegen seiner einzigartigen Felskegellandschaft zwischen Ürgüp und Nevsehir weltweite Bekanntheit erlangt hat. Die aufsehenerregenden Felsformationen – die „Feenkamine“ – sind für Reisende inzwischen zum Geheimtipp geworden.

Vor rund 60 Millionen Jahren hat sich diese Gegend aus Vulkanen gebildet. Durch die Eruptionen der heute erloschenen Vulkane Erciyes Dagi (3’916m) und Hasan Dagi (3’253m) überlagerten sich mehrere Schichten vulkanischen Materials von unterschiedlicher Dicke zu einem Felsplateau. Dort, wo sich eine schützende Schicht aus härterer Basaltlava über den Tuff gelegt hatte, entstanden Aufbrüche, unter denen das weichere Tuffgestein schneller erodierte als die Oberfläche. So bildeten sich diese für Kappadokien so typischen, märchenartigen „Feenkamine“ als unverkennbares Erkennungszeichen. An anderen Orten frästen Schmelzwasserflüsse tiefe Canyons in den weichen Tuff, wie etwa im Ihlara-Tal.

 

Göreme gilt als das Zentrum Kappadokiens. Der dort befindliche einzigartige Komplex aus Felsformationen wurde 1985 von der UNESCO als gemischte Kultur- und Naturerbestätte „Nationalpark Göreme und die Felsbauten von Kappadokien“ in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Eine weitere Besonderheit ist eine Vielzahl unterirdischer Städte, die von Archäologen seit den 1960er Jahren freigelegt wurden. Deren bekannteste sind Kaymaklı und Derinkuyu

 

Der Name Kappadokien stammt vom persischen Wort Katpatukya ab, das übersetzt „Land der schönen Pferde“ heisst und ein Hinweis auf die persische Herrschaft über Anatolien im 6. Jhr. v. Chr. ist. In römischer Zeit waren Zuchtstuten aus Kappadokien so wertvoll, dass auf ihren Verkauf eine spezielle Steuer erhoben wurde.

 

Durch den vulkanischen Untergrund ist das ländliche Kappadokien seit Jahrhunderten durch eine bäuerliche Kultur geprägt. Es gedeihen verschiedenste Früchte und vor allem Reben. Der Wein ist deshalb auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

 

Als historisches Durchgangsland hat Kappadokien viele Herrscher kommen und gehen sehen: Hethiter, Perser, Kelten (Galater) oder Römer. Besonders die Byzantiner, nach der Eroberung von Anatolien (1071 n. Chr.) die Seldschuken und später die Osmanen haben mit sehenswerten Monumenten und Bauten der Region ihre unverwechselbare Identität verschafft. Die Kirchen von Göreme und Ihlara, die Grabbauten und Moscheen von Kayseri oder Nigde gelten zu Recht als kulturelles Erbe der Menschheit und lassen im Zusammenspiel mit der einzigartigen Landschaft einen Kappadokienbesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

 

Kappadokien besticht durch seine wunderbar bizarre Natur. Feenkamine, Täler und Berge dienen als Kulisse für ein komplexes Wabenmuster von Höhlenwohnungen in von Menschenhand geschaffenen Kratern. Die in den Fels gebauten Räume sind ganz unterschiedlich: Von kleinen Wohnhöhlen bis hin zu mächtigen Kathedralen und ganzen unterirdischen Städten ist hier alles vertreten. Am besten lässt sich diese faszinierende Gegend von einem Heissluftballon aus betrachten. Die Feenkamine, die eine Höhe von bis zu 40 Metern erreichen, können bestens aus der Vogelperspektive bestaunt werden.

 

Kappadokien befindet sich im Herzen der Türkei (Zentral-Anatolien) und verfügt über zwei Flughäfen, um diese atemberaubende Gegend auf einfache Weise zu erreichen. Vom Flughafen Nevsehir (NAV) sind es rund 30 km und der Flughafen Kayseri (ASR) liegt ca. 70 km entfernt. Von der Schweiz aus fliegt man am besten mit Turkish Airlines via Istanbul.

 

Garant für Traumferien

Nebst Kultur hat die Türkei alles, was für perfekte Traumferien notwendig ist: Sonne, azurblaues Wasser, schöne Strände, kleine, verträumte Buchten und Lagunen, schneebedeckte Viertausender, schattige Bergwälder, bezaubernde Natur, quirlige Städte, fantastische Golfplätze und mit dem Tempel der Artemis in Ephesus und dem Grabmal von König Mausolos II. in Halikarnassos zwei antike Weltwunder. Das Land erstreckt sich über zwei Kontinente und birgt viele kulturelle, historische und landschaftliche Schätze. Von den berühmten Felsformationen im Kappadokien-Gebiet über die lykische Küste bis hin zur Metropole Istanbul, bietet die Türkei für jedermann etwas.

 

Das grosse Beherbergungsangebot umfasst Hotelbetriebe aller Kategorien, freundliche Menschen leben eine von Herzen kommende Gastfreundschaft vor, in welcher eine hervorragende Küche zelebriert wird. Die Türkei bietet damit eine gelungene Mischung aus breit gefächerten Freizeit-, Sport- und Kulturangeboten.

 

Medieninfo TürkeiTourismus -Kappadokien: Im Land der Feenkamine
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