Troja als Wiege der Geschichte

Dass die Gegend um Troja über Jahrtausende hinweg stets eine bedeutungsvolle Rolle in der Geschichte gespielt hat, ist belegt. Nicht von ungefähr wurde 2018 zum „Jahr von Troja“ erklärt.

Das türkische Kultur- und Tourismusministerium erklärte 2018 zum „Jahr von Troja“, dies aufgrund des 20. Jahrestages der Aufnahme der antiken Stadt in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Jedes Jahr bereisen über 500‘000 Besucher die Ruinen der antiken Stätten Troja, die 1998 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurden. Sie suchen alle nach den Spuren der mythologischen Geschichte und deren Helden.

 

Während des „Jahres von Troja“ sind zahlreiche Feiern, Kultur- und Kunstveranstaltungen geplant. Eröffnet werden soll das neue Museum von Troja in Çanakkale. Auf einer grossen Fläche werden Exponate gezeigt, die ins Ausland gebracht und anschliessend wieder in die Türkei zurückgeführt wurden. Dazu gehören beispielsweise 24 Schmuckstücke aus Gold, unter anderem auch solche, die Helena von Troja zugeschrieben werden. Die Artefakte, die im Troja-Museum ausgestellt werden, sollen die 4000 Jahre der antiken Stätten von Troja, inklusive der Ausgrabungsgeschichte und der Siedlungsgeschichte des Gebietes wieder zum Leben erwecken.

 

Bedeutung bereits im 1. Weltkrieg

Im Rahmen einer Veranstaltungsserie in Çanakkale werden das Türkische Staatstheater, die Staatsoper und das Ballett Theaterstücke und Musicals zum Thema "Troja" aufführen. Çanakkale liegt im Nordwesten der Türkei. Die Provinz bedeckt beide Küsten der nach ihr benannten Meerenge, welche Europa und Asien voneinander trennt. Die Geschichte von Çanakkale, die in antiken Zeiten Hellespontes und Dardanellen genannt wurde, reicht zurück bis 8500 v.Chr. Viele Zivilisationen hinterliessen hier ihre Spuren. In der Gegend rund um Çanakkale wurden Artefakte aus der Kupfer-, Stein-, Bronze- und Eisenzeit gefunden. Die Region, die seit der Frühbronzezeit ein wichtiges Besiedlungsgebiet darstellt, gilt als Verbindung sowohl zwischen Europa und Asien, als auch zwischen dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer. Sie gewann in der römischen und byzantinischen Zeit mit ihren Häfen an Bedeutung. Dies wurde während der Schlacht von Gallipoli (im 1. Weltkrieg) klar. Am 18. März 1918 wurde die Armee der Entente-Mächte hier besiegt. Deshalb befinden sich hier viele Grabstätten von türkischen, britischen, französischen, australischen und neuseeländischen Soldaten, sowie Denkmäler, Festungen, Schanzen und das „Çanakkale Destanı“-Zentrum. Auf der Halbinsel Gelibolu, die eine der wichtigsten historischen Schauplätze des 1. Weltkriegs war, wird jedes Jahr am 25. April eine Gedenkfeier für das ANZAC mit internationaler Teilnahme veranstaltet. Das Australian and New Zealand Army Corps (ANZAC) war ein Armeekorps der Streitkräfte des Britischen Empire im Ersten Weltkrieg. Es wurde aus Australiern und Neuseeländern gebildet. Das ANZAC kämpfte u.a. bei der Schlacht von Gallipoli.

 

Die Wiege der Geschichte

Die frühesten Siedler des Gebietes sind auf die chalkolitische Epoche in Beşiktepe und Kumtepe zurückzuführen. Troja I, welches 3000 v. Chr. aufgebaut wurde, ist 2500 v.Chr. bei einem Erdbeben zerstört worden. Es ist bekannt, dass das Gebiet sogar noch früher besiedelt war. Die Stadt Dardanos wurde noch vor Troja I besiedelt.

 

Der Hügel Hisarlık, welches in Homers Illias und Odyssee thematisiert wird, wurde 1871 vom deutschen Archäologen Heinrich Schliemann entdeckt. Der Hügel ist bedeutend, da er mit seinen neun Schichten eine 3000jährige, ununterbrochene Besiedlung aufweist und einen Schmelzpunkt der anatolischen ägäischen und balkanischen Zivilisationen darstellt.

 

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